Eine heutige Einweisung in ein solinger Krankenhaus hat mal wieder deutlich gezeigt, dass wir im Gesundheitswesen längst eine zwei Klassen Gesellschaft haben.
Auf Grund der Symptome wurde vom einweisenden Arzt eine Einweisung auf die örtliche HNO-Station vorbereitet. Dort angekommen wurden wir von hektisch umher laufenden Schwestern mit den Worten "wartet erst mal hier, wir suchen ein freies Bett" empfangen. Es folgte dann eine angeregte Diskussion über verschiedene Betten die zwar leer sind, aber für den nächsten Tag verplant waren. Auf die Anmerkung "da steht noch ein freies Bett auf dem Flur." schmiss uns die Schwester die Worte "Das ist ein Privat-Bett!" an den Kopf.
Ende der Einweisung war dann, dass die Patientin vorerst in den Untersuchungsraum gesetzt wurde, wo sie dann auch von einer etwas genervten und unfreundlichen Ärztin untersucht wurde.
Sollte es in einer "Notfallsituation" nicht egal sein ob der Patient bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder bei einem privaten Versicherer versichert ist? Steht uns allen nicht die gleiche Notfallversorgung zur Verfügung stehen?
In unserer Gesellschaft ist die zwei Klassen Gesellschaft also schon längst Realität, und nicht nur eine Vorstellung die irgendwann mal eintreten könnte.